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| Pirmin Bertle |
Name:
Pirmin Bertle
Geburtsort:
Starnberg/Bayern
Jahrgang:
1985
Wohnort:
Fribourg/Schweiz
Größe:
1,84m
Gewicht:
72kg
BMI:
21,3
Haare:
Blond
Augen:
Blau
Abschlüsse:
BA Psychologie 2010, Abitur 2004, Trainer C Sportklettern 2006
Studium:
Master Psychologie in Fribourg 2011
Sprachen:
Englisch, Deutsch, Französisch
- Geboren am 29.05.1985 in Starnberg und im wunderschönen Eglfing nahe dem Staffelsee in einer Hausgemeinschaft aus zwei bis drei Familien aufgewachsen, entdeckte ich den Existenzialismus früh als einzig wirksame Form, am voll besetzten Tisch auch etwas ab zu bekommen ;)
- Nachdem ich als Fußballer bereits in der F-Jugend, also mit acht Jahren, auf der Reservebank verkam, auf Grund einer „Scheichklausel“ von 1,50DM aber nicht freigekauft werden konnte, hängte ich die Fußballschuhe an den Nagel und kam über einige Umwege zum Skateboard. Auch hier war mein Talent begrenzt, wie eigentlich in allen anderen Sportarten auch. Dieser Schmach versuchte ich zu entrinnen, indem ich mit 14 eine Sportart begann, die niemand, aber auch wirklich niemand ernsthaft betrieb. Das Klettern. Zudem zeigte sich, dass Schnellkraft hier eine sehr nebensächliches Attribut war, zu meinem Glück, hatte meine Beschleunigung auf der Tartanbahn im Vergleich zu den anderen doch immer ausgesehen, wie ein Zug, der neben einem Auto anfährt. Außerdem war ich mit dem Körperbau einer Zypresse gesegnet, an meinen schwachen Armen hing also kein Gramm zu viel. Da ich nicht so enden wollte wie in den anderen Sportarten begann ich von Anfang an systematisch zu trainieren. Ich kaufte ein Griffboard und nahm dort das Unternehmen Klimmzug in Angriff. Bereits nach einem halben Jahr täglichen Blockiertrainings vermochte ich zum ersten Mal mein Kinn hinauf auf Niveau der Hände zu recken!
- Zum Photographieren kam ich ein wenig später, die Anfangs freilich noch analoge Spiegelreflex nahm mich schnell in ihren Bann und mit stetig wachsendem Interesse gesellte sich dieses Hobby zu meiner schon bestehenden Leidenschaft. Der Umstieg auf digitale Photographie inkl. Bildbearbeitung stellte zumindest für mich eine klare Weiterentwicklung dar und eröffnete nochmals mehr Möglichkeiten.
- Denn das bayerische Gymnasium forderte förmlich Hobbies, die mindestens soviel Zeit wie die Schule in Anspruch nahmen und so konnte ich von da an fröhlich weiter Klimmzüge und Fotos machen und sogar mal ein paar Wettkämpfe bestreiten. Nach einem 5. und einem 7. Platz in der A-Jugend des Deutschlandcups hörte ich wieder auf, zu weite Anfahrten und zu viel Zeit in der Halle sagten mir wenig zu. Mich zog es eher in die viel näheren Voralpen. Ich Kochel wurde ich sozialisiert und arbeitete mich langsam aber stetig immer schwerere Routen hinauf. Mit 16 Jahren 7c (Keltic, Keltenwand), mit 18 Jahren 8b (Beuna Vista Social Club,Keltenwand), mit 20 8c (Soft Parade, Kienstein).
- Nach dem Abitur 2004 und einem Freiwilligen Ökologischen Jahr an Stelle des Zivildienstes 2005, nahm ich erstmal die wohlverdiente Auszeit nach all diesen Strapazen und befuhr ein Jahr lang per Daumen Europa, wo ich einen ganz neuen, sehr reizvollen Aspekt des Ferien Machens entdeckte; das Reisen. Nach langen Aufenthalten in El Chorro, Siurana, der Gorge du Tarn, Céüse u.a. musste ich dann mal wieder was für mein Alter Ego, den guten Sohn und angehenden gewissenhaften Staatsbürger tun und schrieb mich 2006 an der Universitas Fribourgensis im schönen Schweizer Hinterland für Medien- und Kommunikationswissenschaften, sowie Psychologie ein. Erste offizielle Handlung war selbstverständlich ein Besuch des örtlichen High-end Felsens „La Tribune“ in Charmey. Dort gab es zwar erst eine Handvoll Routen im 8. Grad, aber das sollte sich bald ändern. Bereits ein halbes Jahr später konnte ich „One way to get it unraveled“ 8c+ klettern, dass heutzutage allerdings nur noch hart 8c ist, da Daniel Winkler eine leichtere Methode fand. 2008 folgte mit „A murte“ in Siurana die erste, allerdings eher zweifelhafte 9a (8c+/9a mein Vorschlag).
- Nach einem Jahr Studium vertauschte ich Interessenshalber mein Haupt- und Nebenfach und nenne mich seitdem stolz einen Studenten der Psychologie. Dies bedeutete allerdings auch, dass ich im starren Bachelorsystem meinen Abschluss auf Grund des Wechsels nur in vier Jahren machen kann. So studiere ich zurzeit im letzten Bachelorjahr.
- Aufgrund dieses reichhaltigen Angebots an Zeit versuchte ich mich 2007 mal wieder als guter Staatsbürger, der viel arbeitet und viel konsumiert. In der Gastronomiebranche ruinierte ich mir in mehr oder weniger angetrunkenen Arbeitsnächten die Form und wusste doch nichts mit dem ganzen Geld anzufangen (letztendlich entschloss ich mich frei nach Keynes es in die angeschlagene Autoindustrie zu stecken; auch dank mir laufen bei Opel die Bänder noch!). Ich kam mit meinem Chef überein (er schmiss mich raus), dass meine Interessen doch eher anderswo angesiedelt wären. So bleibt mir erneut wieder viel Zeit für Low-Budget-Klettern, die Suche nach Europas bestem Kletterspot oder auch hübsche Seiten wie dieser…
- …oder auch noch viel aktueller in Bildbandprojekte wie Passion verticale – 365 Tage auf der Suche nach Europas bestem Kletterspot. Seit 09/2010 ist auch der Bachelor in der Tasche und sie kann los gehen die Suche! Was danach werden wird, es wird sich zeigen. Nochmal in die Uni? Nicht übel. Weiter als fliegender Autor? Auch nicht übel, vielleicht aber etwas anstrengend auf die Dauer. Ein bisschen von allem? Warum nicht. Oder eben doch Hartz 4 :)…